7 Oktober 2013 - 20:30
Syrischer Bischof für Assad als Verhandlungspartner

Der armenisch-orthodoxe Bischof von Damaskus, Armasch Nalbandian, plädiert für einen starken Staat in Syrien.

"Die Sicherheit der syrischen Christen ist an eine starke Regierungsgewalt geknüpft", sagte Nalbandian dem Münchener Magazin "Focus". "Das muss nicht unbedingt die Regierung von Assad sein. Aber wir brauchen einen starken Staat. Ich bin weder für noch gegen Assad als Staatschef. Mein Interesse ist eine funktionierende Regierung." Zugleich sprach sich der Bischof dafür aus, Präsident Baschar al-Assad als Verhandlungspartner für die geplante Vernichtung der Chemie-Waffen zu akzeptieren. Unverständnis äußerte Nalbandian für die Lieferung potenziell waffentauglicher Chemikalien aus Deutschland an Syrien vor einigen Jahren. "Das tut weh", sagte er. "Gerade weil sich die Bundesrepublik überall auf der Welt für freiheitliche Werte und Menschenrechte einsetzt, ist das nicht zu verstehen."